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Von null auf Immobilienmakler: Warum ich jetzt alles auf eine Karte setze

Autorenbild: Rouven Werner
Rouven Werner
vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Okt.


Es gibt Entscheidungen, die fühlen sich von Anfang an sicher an. Und es gibt Entscheidungen, bei denen Vorfreude und Respekt ziemlich nah beieinanderliegen.


Meine Entscheidung, mich als Immobilienmakler bei Evernest selbstständig zu machen, gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Ich habe heute ein hohes Management-Gehalt, Firmenwagen, zwei Kinder, ein Haus und eine Verantwortung, die weit über mich selbst hinausgeht. Ich starte also nicht aus einer Situation heraus, in der es egal wäre, ob dieses Vorhaben funktioniert. Im Gegenteil: Es steht einiges auf dem Spiel.

Und trotzdem habe ich mich bewusst für diesen Weg entschieden.


Mein Sicherheitsnetz hat eine klare Grenze


Ich bin überzeugt davon, dass Mut wichtig ist. Aber Mut bedeutet für mich nicht, unvorbereitet ins Risiko zu springen.

Deshalb habe ich mir vor dem Start einen finanziellen Puffer geschaffen: Insgesamt rund 30.000 Euro. Dieses Geld gibt mir die notwendige Ruhe, um mein Maklergeschäft strukturiert aufzubauen – ohne bei jeder ausbleibenden Einnahme sofort nervös zu werden.


Gleichzeitig ist für mich klar:

Wenn dieser Puffer vollständig aufgebraucht ist und das Geschäft bis dahin nicht funktioniert, ist das Projekt beendet.

Das klingt vielleicht hart. Für mich ist es vor allem ehrlich. Selbstständigkeit braucht Zuversicht, aber genauso klare Grenzen. Ich möchte weder mir noch meiner Familie etwas vormachen.

Allerdings trete ich nicht an, um nach sechs Monaten wieder aufzuhören.

Wie immer in meinem Leben trete ich an, um erfolgreich zu werden.


Deshalb werde ich auch keine Ausgaben wie monatliche Sparpläne für uns und die Kinder einstellen. Meine Frau und ich sind uns einig, dass wir genau so weiter leben wie bisher und wir teilen die Zuversicht, dass das Vorhaben maximal erfolgreich wird!


Warum ich glaube, dass ich als Makler erfolgreich sein werde


Immobilien sind für mich kein neues Thema. Ich besitze mittlerweile selbst sieben Wohnungen und habe dadurch viele Seiten des Immobiliengeschäfts kennengelernt: Käufe, Finanzierungen, Vermietungen, Renovierungen, schwierige Mieter, positive Cashflows – und auch Entscheidungen, die ich heute anders treffen würde.

Vor allem habe ich in den vergangenen Jahren sehr viele Immobilien besichtigt und dabei mit unterschiedlichsten Maklern zu tun gehabt.

Einige waren richtig gut. Bei anderen habe ich mich allerdings regelmäßig gefragt, warum eine so bedeutende Entscheidung wie der Kauf einer Immobilie derart lieblos begleitet wird.

Unvorbereitete Besichtigungen. Fehlende Antworten. Wenig echtes Interesse an den Menschen. Kaum Nachbereitung. Und teilweise das Gefühl, dass eine Immobilie einfach nur irgendwie vermittelt werden soll.

Genau bei diesen Erlebnissen entstand in mir immer wieder derselbe Gedanke:


Das kann man besser machen.


Und genau das habe ich jetzt vor.

Ich möchte nicht einfach nur Immobilien verkaufen. Ich möchte Eigentümer professionell beraten, Interessenten ernst nehmen, verlässlich kommunizieren und den gesamten Prozess so begleiten, wie ich es mir bei meinen eigenen Immobilienkäufen häufig gewünscht hätte.


Leidenschaft trifft Erfahrung


Ich komme aus dem Vertrieb. Menschen kennenzulernen, Bedürfnisse zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung für Ergebnisse zu übernehmen, gehört seit vielen Jahren zu meinem beruflichen Alltag.

Gleichzeitig beschäftige ich mich privat schon lange intensiv mit Finanzen und Immobilien.

Mit der Selbstständigkeit als Makler kommen diese beiden Welten erstmals vollständig zusammen: meine berufliche Leidenschaft für den Vertrieb und meine persönliche Begeisterung für Immobilien, Vermögensaufbau und finanzielle Entscheidungen.

Genau darin liegt für mich die große Chance.

Ich kann endlich selbstverantwortlich an einem Thema arbeiten, das mich wirklich interessiert. Mein Einsatz, meine Entscheidungen und meine Ergebnisse liegen künftig unmittelbar bei mir.

Das macht mir Respekt.

Aber es motiviert mich noch viel mehr.


Der Start basiert nicht nur auf Motivation


Ich verlasse mich nicht darauf, dass Begeisterung allein reichen wird. Für meine Selbstständigkeit habe ich einen klaren und strukturierten Plan entwickelt.

Ich weiß, welche Aktivitäten notwendig sind, wie ich Eigentümer erreichen möchte, wie viele Kontakte ich regelmäßig aufbauen muss und wie ich meine Wochen strukturieren werde. Ich möchte meine Fortschritte messbar machen und ehrlich auswerten, was funktioniert – und was nicht.

Denn am Ende zählt nicht, wie motiviert ich mich am ersten Tag fühle.

Es zählt, ob ich auch an den Tagen konsequent arbeite, an denen keine schnelle Belohnung wartet. Wenn niemand anruft. Wenn ein Auftrag nicht zustande kommt. Oder wenn der erste Abschluss länger dauert als erhofft.

Die Selbstständigkeit wird mit Sicherheit nicht nur aus Erfolgen bestehen. Genau deshalb möchte ich diesen Weg in diesem Blog so transparent wie möglich dokumentieren.


Von null auf Immobilienmakler


Ich werde hier künftig jede Woche berichten, wie sich mein Weg entwickelt.

Wie sehen meine ersten Wochen aus? Wie gewinne ich neue Kontakte? Welche Maßnahmen funktionieren wirklich? Welche Fehler mache ich? Wann kommt der erste Auftrag? Wie gehe ich mit Rückschlägen um? Und kann ich mir Schritt für Schritt ein erfolgreiches Maklergeschäft aufbauen?

Ich möchte dabei nichts schöner darstellen, als es tatsächlich ist.

Dieser Blog soll kein Hochglanz-Tagebuch werden, in dem am Ende jeder Woche angeblich alles perfekt gelaufen ist. Er soll einen ehrlichen Einblick in den Aufbau einer Selbstständigkeit geben – mit konkreten Zahlen, echten Erfahrungen, Erfolgen, Zweifeln und den Dingen, die vielleicht auch einmal gründlich schiefgehen.


Heute stehe ich noch ganz am Anfang.


Ich habe einen Plan, einen finanziellen Puffer, Erfahrung im Vertrieb und eine echte Leidenschaft für Immobilien. Gleichzeitig habe ich zwei Kinder, ein Haus, laufende Kosten und großen Respekt vor der Verantwortung, die mit dieser Entscheidung verbunden ist.

Ob das reicht, um als Immobilienmakler erfolgreich zu werden?

Das werde ich in den kommenden Monaten herausfinden.


Das ist Woche null. Jetzt geht es los.

 
 
 

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